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Wohnhausbrand

Freilassing, Reichenhaller Straße 29.06.2008, 05:35 Uhr

Ein Wohnhausbrand mit vielen Hindernissen der zwar mit einem Totalschaden des Hauses aber zumindest mit keinen ernsten gesundheitlichen Folgen für die Bewohner endete, beschäftigte die Freilassinger Feuerwehr am frühen Sonntag Morgen. Aber hier zu den Einzelheiten:

Seit etwa 15 Jahren führt die Freiwillige Feuerwehr Freilassing ein Sommernachtsfest durch, welches sich bei der Bevölkerung über große Zustimmung erfreut. Nachdem das Ganze hauptsächlich im Freien auf dem Hof der Feuerwache stattfindet, ist das Wetter natürlich ein wichtiger Faktor, der mit über den Zuspruch der Veranstaltung entscheidet. Bei sehr angenehmen Temperaturen hatten heuer wiederum Tausende Freilassinger den Weg zu Ihrer Feuerwehr gefunden und gefeiert was das Zeug hielt. Für die Feuerwehr selber ist die Veranstaltung natürlich weniger Feiern, sondern einfach mit viel Stress und Engagement verbunden und wenn man dann nach den notwendigsten Aufräumarbeiten endlich zu Bett gehen kann ist man in den meisten Fällen auch nicht betrunken, sondern einfach nur todmüde von der Arbeit.

Auch 2008 dauerte das Fest wieder bis in die frühen Morgenstunden. Sodass, als die Piepser zu einem Einsatz wegen einer Rauchentwicklung an die Watzmannstraße riefen, kaum einer der Wehrleute richtig ausgeschlafen sein durfte (der Verfasser war ganze 35 Minuten im Bett). 6 Mann befanden sich sogar noch im Gerätehaus und besetzten das erste HLF, welches dann (vollbesetzt) zeitgleich mit dem Einsatzleitwagen ausrückte. Dem Zugführer, 2. Kommandant Rochus Häuslmann bot sich an der Einsatzstelle folgendes Bild: In einem großen, mit sehr vielen alten Bäumen dicht bewaldeten Grundstück quoll aus einem zweigeschossigen Gebäude (Erdgeschoß + 1. Obergeschoß) mit den Maßen von etwa 35 x 17m (im Prinzip zwei direkt aneinander gebaute Wohnhäuser) aus allen Seiten dichter Rauch. Die Bewohner standen teilweise ohne richtige Kleidung im Garten und gaben an, alle heraußen zu sein. Im Gebäude waren nur mehr mehrere Katzen und Chinchillas. Auch offene Flammen durchs Dach bzw. hinter einigen Fenstern war bereits zu erkennen.  Also entschloss sich der Einsatzleiter dazu, das HLF von der Reichenhallerstraße (Ostseite) her einen Innenangriff aufbauen zu lassen, das 2. Löschgruppenfahrzeug wurde von der Watzmannstraße (Westseite) zusammen mit der Drehleiter eingesetzt. Die DLK musste dazu auf einem Nachbargrundstück auf der Südseite platziert werden, der dichte Baumbestand des betroffenen Grundstücks, ließ keine andere Aufstellfläche zu. Auch eine Nachalarmierung der Nachbarfeuerwehr Ainring wurde veranlasst, sowie die Einsatzstelle in zwei Abschnitte geteilt. Der Verfasser übernahm als Zugführer den Zug Freilassing auf der Nord und Nordwestseite sowie teilweise der Südseite, die Ainringer bekamen den Südosten und Süden zugeteilt.

Und ab da begannen dann die Probleme so richtig. Zunächst meldete das Freilassinger HLF den Ausfall der Pumpe, sodass das TLF (des Verfassers) diese Aufgabe übernehmen musste. Direkt am Haus parkten einige PKW´s, deren Schlüssel aber im brennenden Haus lagen und dementsprechend nicht entfernt werden konnten. Und auf der Westseite konnten schließlich die nächsten beiden Unterflurhydranten nicht in Betrieb genommen werden, erst der dritte ließ sich öffnen, was aber selbstverständlich wieder mit etwas Zeitverzögerung verbunden war.

Vielleicht aber war das auch Glück im Unglück, denn bei der weiteren Befragung der Hausbewohner gab einer an, er und auch ein weiterer Mitbewohner des Hauses hätten, als Jäger legal, scharfe Munition im Obergeschoss gelagert und dies teilweise nur in Holzschränken. Spätestens ab da war an einen Innenangriff nur zum Retten von Sachwerten (alle Personen waren aus dem Haus) selbstverständlich nicht mehr zu denken. Und das war auch gut so, denn schon kurz darauf waren während der ersten ein bis eineinhalb Stunden nach der Alarmierung tatsächlich dauernd kleine Explosionen (Schüsse) aus dem Gebäude zu vernehmen. Ähnlich wie bei einem Maschinengewehr. Zu Ende des Einsatzes stellte sich übrigens heraus, dass auch im Erdgeschoss noch scharfe Munition gelagert war! Auf dem doch recht großen Grundstück konnte man schließlich auch die Messerscharf aufgeplatzten Patronenreste finden.

Angesichts dieser Lage wurden alle Kräfte auf die neue Gefahrensituation hingewiesen, unnötiges Personal aus dem Gefahrenbereich beordert und die Trupps, die nunmehr ausschließlich im Außeneinsatz eingesetzt wurden, hinter die dicken Bäume in Deckung zurück gezogen. Hier waren diese Bäume dann aber eine echte Hilfe!

Der Rest des Feuerwehreinsatzes gestaltete sich anschließend aber ganz normal ohne weitere Pannen. Es wurde ein weiterer Abschnitt Atemschutzsammelstelle gebildet. Um die leicht verletzten oder einfach nur "geschockten" Bewohner des Hauses kümmerte sich zunächst der Kreisfeuerwehrarzt Dr. Wolfgang Krämer, selbst Mitglied der Freilassinger Wehr, bevor das mit mehreren Fahrzeugen angerückte Personal des BRK aus dem gesamten nördlichen Landkreis übernahm. Zwei Personen wurden mit einer leichter Rauchvergiftung ins Krankenhaus verbracht (später noch eine dritte Person), die andern kamen zur Betreuung ins Rot-Kreuzheim. Dass es nur bei recht geringen Verletzungen blieb war dabei wirklich ein großes Glück. Da das Feuer so spät von den Bewohnern erkannt wurde, blieb den oben wohnenden Leute nach eigenen Angaben gar nicht mehr die Möglichkeit die Treppe nach unten zu benutzen, sondern sie mussten über Dachfenster aufs Dach und von dort mit einem Sprung  3m in die Wiese flüchten. Es blieb wie gesagt nicht mal die Zeit für den Griff zum Bademantel, teilweise in der Unterwäsche standen die Betroffenen zu Anfang im Garten.

Doch zurück zum Feuerwehreinsatz: Auf Grund der Löscharbeiten musste die Reichenhaller Straße zwischen Bahnhofstraße und Nocksteinstraße mehrere Stunden komplett gesperrt werden. Auch Schadstoffmessungen wurden durchgeführt, die aber allesamt im Bereich weit unterhalb gültiger Grenzwerte lagen. Die ebenfalls nachalarmierten Kollegen der Nachbarfeuerwehren aus Saaldorf und Surheim (Atemschutzgeräteträgernachschub) unterstützten bei den Löscharbeiten und Absperrmaßnahmen.

Da ein Außenangriff selbstverständlich nicht so effizient wie ein Innenangriff sein kann wurde das Gebäude tatsächlich ein Raub der Flammen. Bereits während des laufenden Einsatzes wurde ein Baufachmann des Technischen Hilfswerks Berchtesgadener Land zur Einsatzstelle gerufen, der die Bausubstanz begutachten sollte. Dieser musste schon kurze Zeit später nochmals ein absolutes Betretungsverbot des Hauses aussprechen, da es stark einsturzgefährdet war. Dieses bestand selbstverständlich für alle Einsatzkräfte, also auch für die ermittelnden Beamten der Kripo, die ebenfalls schnell an der Einsatzstelle eintrafen. Für die Feuerwehr war das insofern gut, als dass man nicht groß auf die Belange der Polizei (möglichst unveränderte Brandstelle) Rücksicht nehmen musste und nach Abklärung der Besitzverhältnisse wegen der Kostenübernahme bald mit dem Aufräumen, sprich abreißen des Gebäudes beginnen konnte. Eine wertvolle Hilfe war hier wiederum das THW BGL welches über einen LKW mit Ladekran verfügt und das Abreißen aus sicherer Enfernung übernehmen konnte. Ein zweiter Bagger wurde zusätzlich von einer Baufirma geholt.

Ob die Kripo die tatsächliche Brandursache ermitteln wird können, wird sich zeigen richtig "vor Ort" konnte sie ja nicht. Laut Bewohner lag die Brandursache irgendwo in einem Badezimmer und das Feuer breitete sich von dort rasend schnell auf das gesamte Gebäude aus.

Aus Feuerwehrsicht ist zusagen, dass es ein Einsatz mit Hindernissen war, welcher aber auch nicht entscheiden anders hätte verlaufen können, wenn die Probleme mit der Pumpe und den Hydranten nicht gewesen wären.

Obwohl zwei Chinchillas und zwei Katzen ihr Leben lassen mussten, 2 Katzen konnten gerettet werden, sind "keine bedeutenden Personenschäden" bei diesem Feuer ein Fazit, welches unter den gegebenen Umständen kaum hätte besser ausfallen können. Einzig vielleicht ein Rauchmelder hätte in dem Haus eine frühere Alarmierung und damit eine schnellere Brandbekämpfung ermöglicht. Ein Retten des Gebäudes wäre mit dem Gefahrenherd Munition im Nacken schlicht unverantwortlich gewesen. Der materielle Schaden dürfte sich im mindestens 6-stelligen Bereich befinden. Zwei unmittelbar neben dem brennenden Gebäude stehenden weiteren Bauten blieben übrigens durch die Arbeit der Feuerwehr absolut unversehrt.

Da (weitere kleine Panne) der Fotoapparat der Feuerwehr auf Grund von Aufnehmen während des Sommernachtsfestes nicht am Einsatzort war, müssen wir auf Bilder anderer zurückgreifen, die folgenden Bilder stammen ausnahmslos von http://www.aktivnews.de/

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